26. Januar 2012 09:22 Uhr

Menschenrechtsbeauftragter Löning: Song Contest soll Aufmerksamkeit nutzen

"Es fällt schwer, fröhlich und unbeschwert zu singen, wenn ein paar Kilometer weiter Menschen im Gefängnis sitzen, weil sie [...] zu einer Demonstration aufgerufen haben." Das sind die Worte des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning, im Hinblick auf den in Aserbaidschan stattfindenen Eurovision Song Contest. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, Aserbaidschan sei kein freies Land, die Opposition werde unterdrückt und es gebe keine freien Wahlen. Laut Löning ist es wichtig, die Aufmerksamkeit, die durch die Veranstaltung entsteht, zu nutzen. Er erwarte von jedem freien Menschen, dass er die Situation im Rahmen seiner Möglichkeiten thematisiere. Ziel sollte es sein, dass alle politischen Gefangenen freigelassen würden.

Löning appellierte auch an die Fernsehanstalten, den Wettbewerb zwar zu übertragen, aber gleichzeitig zu berichten, was sonst in dem Land passiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)