26. Januar 2012 15:51 Uhr
Hätte die Revolution in Tunesien auch ohne Facebook stattgefunden?
Ja, aber erst in fünf oder zehn Jahren. Diese Antwort bekam die Politologin Anita Breuer, als sie in dem nordafrikanischen Land mit Bloggern und Internet-Aktivisten sprach.
In einem Beitrag für die Studiozeit des "Deutschlandfunks" erklärt sie, dass Facebook in diesem Sinne wie ein Katalysator gewirkt habe - allerdings nur im Zusammenspiel mit anderen Netzwerken, vor allem dem Blogger-Kollektiv "Nawaat". Dessen Mitglieder befanden sich laut Breuer mehrheitlich im Exil, als das tunesische Regime vor einem Jahr begann, regimekritische Facebook-Einträge zu zensieren.
Die "Nawaat"-Blogger hätten diese Einträge übersetzt und so dem Ausland zugänglich gemacht. Dort sei die Regimekritik von Nachrichtensendern aufgegriffen und über "Al Jazeera" auch einer breiten Masse in Tunesien bekannt gemacht worden.
Den ganzen Beitrag hören Sie heute Abend ab 20.10 Uhr in der "Deutschlandfunk"-Studiozeit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)