27. Januar 2012 06:27 Uhr

Wissenschaftler suchen nach Ursachen für Spracherwerbsstörungen

Wie hängen Ton und Wort beim Sprechen zusammen? Damit beschäftigt sich heute und morgen der Deutsche Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten auf einer Konferenz. Konkret geht es um die Frage: Haben Kinder, die sich mit dem Sprechen schwer tun, in Wahrheit Probleme mit der Sprechmelodie oder dem Rhytmus bestimmter Wörter? Das könnte zumindest eine Erklärung für Sprachstörungen sein, meint die Marburger Wissenschaftlerin Christina Kauschke, die die Veranstaltung organisiert. Sie sagte DRadio Wissen, wer ein komplexes Wort bilden möchte, müsse erst einmal wissen, wie es betont und ausgesprochen werde. Der genaue Zusammenhang zwischen der Sprechmelodie - der sogenannte Prosodie - und Faktoren wie Aussprache oder Grammatik seien vor allem für die Therapie wichtig. Kauschke zufolge müssen zum Beispiel Erzieherinnen einschätzen können, ob Kindern beim Spracherwerb das Singen von Liedern helfe - oder ob es eine extra Hürde aufbaue, weil manche Kinder mit Tönen Probleme hätten.

An dem Symposium in Marburg nehmen rund 300 Fachleute teil.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)