27. Januar 2012 06:51 Uhr
Das Image von Ultra-Gruppen in der breiten Öffentlichkeit ist nicht gerade schmeichelhaft. Viele denken, das sind grobe Fußballfans, die sich prügeln und andere Stadionbesucher in Gefahr bringen. Doch ganz so leicht lassen sich die Ultras nicht in eine Schublade stecken. Zu diesem Schluss kommt der Dortmunder Soziologe Sven Kathöfer, der über die Ultras forscht. Er beschreibt die Szene als ausgesprochen heterogen. Dem Deutschlandfunk sagte er, die vielen Ultras seien gegen eine Kommerzialisierung des Profi-Fußballs. So kämpften sie gegen hohe Eintrittpreise und den Verkauf von Stadion-Namen. Dezidiert politisch seien aber die wenigsten. Studienleiter Jochem Kotthaus ist überzeugt, die Ultras seien mittlerweile mächtig genug, um Politik und Ordnungsbehörden in Wallung zu bringen.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)