30. Januar 2012 06:54 Uhr
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Unter diesem Motto scheint der Schmuggel von Waffen und Drogen in Schiffscontainern weltweit zu laufen. Das legt eine Studie des Stockholmer Friedensinstituts Sipri nahe. Demnach werden weniger als zwei Prozent der versiegelten Container auf eine Verletzung von Transportverboten untersucht. Da die Container versiegelt seien, wüssten die betroffenen Reedereien in der Regel nichts von den Verstößen.
Das Institut untersuchte zudem Fälle entdeckter Delikte, bei denen Rüstungsgüter sowie Drogen transportiert wurden. Die meisten Vergehen sind demnach bei deutschen Schiffseigner gefunden worden. Danach folgten Griechenland und die USA.
Der Autor der Studie, Hugh Griffiths, erklärte, die Zahlen zeigten, dass Schmuggler ihre Geschäfte fast unbehelligt von staatlichen Kontrollen betreiben könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)