30. Januar 2012 07:50 Uhr

Internetforscher Johnson fordert bewussten Konsum von Informationen

Wer in 50 Jahren die Welt der digital vernetzten Computer nicht versteht, wird als Analphabet gelten. Dieser Auffassung ist der amerikanische Stratege für Internetentwicklung Clay Johnson. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, er sehe eine Gefahr darin, wenn weite Teile der Gesellschaft sich nicht in der digitalen Welt orientieren könnten. In seinem neu veröffentlichten Buch sei er zu dem Schluss gekommen, dass sich die Gesellschaft bei der unbewussten Aufnahme von Informationen wie Fast-Food-Konsumenten verhielten. Die vielen Informationsreize äußerten sich in Effekten wie Anspannung, Stress oder Gedächtnisverlust. Johnsons Forderung ist deshalb: den Menschen zu helfen, dass sie gesunde Entscheidungen treffen können. Das sei möglich, wenn die Politik den Bürgern nützliche Daten für die Orientierung im Alltag zur Verfügung stelle. Auf lokalpolitischer Ebene könnten das etwa Informationen zu gefährlichen Vierteln in der Stadt oder zur Luftverschmutzung sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)