30. Januar 2012 12:22 Uhr
Man kennt das: Wer sein Zimmer aufräumt, stößt manchmal auf ungeahnte Schätze.
Im Gerhard-Richter-Archiv in Dresden ist das nicht anders. Dort sind Dutzende unveröffentlichte Fotografien des Gegenwartskünstlers aufgetaucht. Mitarbeiter haben rund 150 Fotos von Gemälden in einem Lager gefunden. Die Originalwerke habe Richter später zerstört, sagte Archivleiter Dietmar Elger dem Magazin "Spiegel". Unter den Funden seien zum Beispiel ein Familienporträt und das Bild eines Kängurus. Die Werke hätten dem Künstler nicht gefallen, deshalb habe er sie mit einem Messer zerschnitten. Laut Archivleiter hätten allein 60 Werke, die in der bedeutendsten Schaffensphase Richters entstanden sind, einen Wert von etwa 180 Millionen Euro gehabt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)