30. Januar 2012 12:22 Uhr
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Einführung einer Finanztransaktionssteuer angekündigt.
Die Steuer von 0,1 Prozent solle ab August in Frankreich erhoben werden. Damit ist Frankreich Vorreiter in der Euro-Zone. Doch was bedeutet diese Steuer genau?
Die Idee ist über 40 Jahre alt und stammt vom US-Wirtschaftsprofessor James Tobin. Mit einer Steuer oder Gebühr auf Geldgeschäfte soll das Zocken an der Börse verhindert werden. Sie gilt für den Handel mit Aktien, Anleihen, Finanz- und Rohstoffderivaten. Zudem bringt die Steuer Einnahmen für den Staat in Milliardenhöhe.
Gegner argumentieren, dass nicht nur Spekulanten zahlen müssen. Auch unternehmen oder Privatanleger, die Aktien kaufen, wären betroffen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Spekulanten untertauchen.
Nationale Alleingänge wie der von Frankreich werden kritisch gesehen. So könnten Spekulanten das Land als Finanzplatz einfach meiden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)