30. Januar 2012 15:23 Uhr
Brandenburgs öffentlicher Dienst leidet weiterhin unter dem SED-Erbe - neue Erkenntnisse belasten einen besonders sensiblen Bereich. Das Innenministerium in Potsdam bestätigte einen Medienbericht, wobei in dem ostdeutschen Bundesland fast jeder dritte heutige Staatsschützer früher für die Stasi arbeitete.
Der "Bild"-Zeitung zufolge geht es um 17 von insgesamt 56 Bediensteten beim Landeskriminalamt. Demnach sind sie in Besoldungsgruppen eingestuft, die dem gehobenen Dienst zuzurechnen sind. Ein Mitarbeiter sei zudem als Kommissariatsleiter mit Führungsaufgaben betraut.
Der Staatsschutz ist unter anderem für die Abwehr von Terror, Sabotage und politischen Straftaten zuständig. Dem Land Brandenburg wird bereits seit Längerem vorgeworfen, die Stasi-Vergangenheit seiner Beamten nicht ausreichend durchleuchtet zu haben. Zudem war jüngst bekannt geworden, dass im Landtag mehrere Abgeordnete der Linksfraktion durch frühere Stasi-Kontakte belastet sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)