31. Januar 2012 06:53 Uhr

Held aus Film "Hotel Ruanda" war womöglich doch nicht heldenhaft

Der Film "Hotel Ruanda" basiert auf wahren Tatsachen und einer Heldengeschichte. Der in der preisgekrönten Film dargestellte Menschenretter hat im realen Leben aber womöglich weniger heldenhaft agiert als bisher angenommen. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert einen ehemaligen Angestellten, wonach Paul Rusesabagina aus dem Genozid vielmehr Kapital schlug. Demnach soll er von Flüchtlingen Geld, Autos oder Häuser verlangt haben. Wer nicht habe zahlen können, dem seien Nahrung und Wasser verweigert worden. Der Beschuldigte selbst erklärte, er habe die Flüchtlinge zunächst für normale Gäste gehalten und das Ausmaß der Katastrophe anfangs nicht überblicken können. Rusesabagina soll während des Völkermordes in Ruanda vor zwölf Jahren knapp 1.300 Menschen das Leben gerettet haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)