31. Januar 2012 16:07 Uhr

Virtueller Diebstahl führt zu realer Verurteilung

Schwerter, Rüstungen, Zauberstäbe. Solche Gegenstände sind in Computerspielen viel wert. Was passiert, wenn solche Objekte geklaut werden? Mit dieser Frage hat sich der Oberste Gerichtshof der Niederlande befasst. Er bestätigte das Urteil gegen einen Jungen, der einen 13-jährigen Spieler bedroht und ihn gezwungen hatte, ein virtuelles Amulett und eine Maske an ihn zu übergeben. Zusammen mit einem anderen Jugendlichen hatte er den 13-Jährigen so lange getreten, bis er sich in das Spiel RuneScape einloggte und die Objekte fallen ließ. Die Richter entschieden, die Gegenstände gehörten dem Jungen, weil er Zeit und Energie darin investiert habe. Der Angreifer muss nun 144 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)