1. Februar 2012 06:54 Uhr
Er ist gewissermaßen der Papst der Journalistenausbildung: Wolf Schneider, dessen Handbücher seit langem Standardwerke sind. Doch jetzt, wo sich Schneider mit seinem Co-Autor Paul-Josef Raue in einer neuen Auflage auch dem Online-Journalismus widmet, erntet er im Netz Kritik. Blogger werfen dem 86-Jährigen einen Bescheidwisser-Ton vor, inhaltliche Fehler und abgedroschene Voruteile.
Im Interview mit dem Nachrichtendienst "Meedia" wehrt sich Schneider und vermutet unter seinen Kritikern wörtlich "Altlinke" und ehemalige Schüler, die bei ihm durchgefallen seien. Schneider betont, er mache sich Sorgen um den Journalismus insgesamt. Junge Leute hätten eine sinkende Tendenz, sich zu informieren. Die Höhepunkte des Journalismus würden in Zukunft deshalb wohl weiterhin gedruckt stattfinden und sich an Bildungsbürger über 50 richten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)