1. Februar 2012 08:22 Uhr

Hochschulforscherin fordert bessere Perspektiven für junge Akademiker

Mindestens vier Jahre. So viel Zeit müssten die Universitäten in Deutschland ihren Doktoranden und Habilitanden Zeit für ihre Arbeiten geben - und dann auch Vierjahresverträge ausschreiben. Das fordert die Hochschulforscherin Anke Burkhardt in der "taz". So könne man jungen Akademikern eine bessere Perspektive bieten. Burkhardt sieht allerdings auch danach noch ein Problem: Viele Menschen verließen etwa nach einer Habilitation die Unis, weil keine Professur frei werde. Alternativ starteten sie eine Patchwork-Karriere mit ein- oder zweijährigen Projektverträgen. So könne man die innovatisten Leute nicht mehr im Hochschulsystem halten.

Eine mögliche Lösung sieht Burkhardt, die am Institut für Hochschulforschung in Halle-Wittenberg arbeitet, in einem Risikofonds. Die Unis müssten wie Unternehmen Rücklagen aus ihren Drittmitteln bilden dürfen. Dann müssten sie keine Angst mehr haben, sich an Personal zu binden, das sie irgendwann nicht mehr bezahlen könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)