1. Februar 2012 09:21 Uhr
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Diese Weisheit scheint auch im Zusammenhang mit der Anhebung der Studiengebühren in England und Wales zu gelten. Zum Wintersemester dieses Jahres müssen Studenten dort erstmals bis zu dreimal mehr zahlen als bislang. Als diese Entscheidung vor gut einem Jahr getroffen wurde, fürchteten viele, das Studieren werde wieder zu einem Privileg von Kindern reicher Eltern werden.
Doch das scheint nicht einzutreten. Die zentrale Zulassungsstelle für die Vergabe von Studienplätzen UCAS hat die Bewerbungen für das Wintersemester 2012 erhalten und - wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet - eine erste Bilanz gezogen. Demnach ist die Zahl der britischen Bewerber im Vergleich zum Vorjahr in der Tat um 8,7 Prozent gesunken. In der Gruppe der finanziell besser Gestellten sei der Rückgang aber zehnmal stärker ausgefallen als bei den finanziell eher Schwachen: Er lag bei 2,5 gegenüber 0,2 Prozent. Wieso, ist dem Bericht zufolge unklar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)