1. Februar 2012 14:38 Uhr
Der Titicacasee in Südamerika ist an manchen Stellen vollständig von Wasserpflanzen bedeckt. Das klingt zunächst nicht besorgniserregend, kann den See aber verschlammen, wenn die Pflanzen kein Licht mehr durchlassen. Der Bewuchs zeigt, dass das Wasser im See dreckig ist. Wie die Umweltstiftung Global Nature Fund mitteilt, bedroht die Verschmutzung die Lebensgrundlage von zwei Millionen ansässigen Menschen. Der Titicacasee sei deshalb zum "Bedrohten See des Jahres 2012" erklärt worden.
Die stetig wachsende Bevölkerung in der Region führe zu einer starken Übernutzung des Sees, seiner Uferzonen und der angrenzenden Landflächen. Neben den Abfällen aus Haushalten gelange auch verunreinigtes Wasser aus der Lebensmittel- und Holzindustrie in den See. Zwei neue Kläranlagen sollen die Wasserqualität verbessern, die Gelder dafür sind laut der Umweltstiftung aber noch nicht gesichert.
Der Titicacasee liegt in den peruanischen und bolivianischen Anden. Er ist der größte Hochlandsee der Erde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)