2. Februar 2012 08:21 Uhr

Avi Primor: Auch ultraorthodoxe Kinder brauchen Allgemeinbildung

In letzter Zeit gab es viele Medienberichte über die Spannungen zwischen der ultraorthodoxen Minderheit und der Mehrheit der Bevölkerung in Israel. In Wirklichkeit, meint der Präsident der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik, Avi Primor, gebe es die Reibereien aber schon seit langem.

Der frühere Botschafter Israels in Deutschland schreibt in der "Frankfurter Rundschau", die Ultraorthodoxen lebten in Selbstisolation und folgten ihren eigenen Gesetzen. Das beginne schon mit der Erziehung. Die Kinder wüchsen ohne Mathematik, Literatur und Weltgeschichte auf. Dadurch seien sie als Erwachsene nicht fähig, in einer modernen Welt zu arbeiten.

Primor meint, aus dem Konflikt in der Gesellschaft gebe es nur einen Ausweg: Die Behörden müssten darauf bestehen, dass an den orthodoxen Schulen nicht nur Religion, sondern auch unentbehrliche allgemeine Wissenschaft gelehrt werde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)