2. Februar 2012 09:27 Uhr

Sicherheitsexperte: Länder müssen sich gegen Angriffe aus dem Netz rüsten

"Staaten werden keinen reinen Cyber-Krieg beginnen." Das sagt der Sicherheitsexperte James Andrew Lewis in der "Süddeutschen Zeitung". Bislang habe es maximal zwei bis drei ernstzunehmende Attacken aus dem Internet gegeben. So habe zum Beispiel Russland 2008 solche Angriffe gegen Georgien genutzt - aber nur in Kombination mit militärischen Mitteln. Das sei typisch, da Cyberwaffen alleine "nicht so zerstörerisch" seien. Lewis meint, oft würden die vermeintlichen Schäden überschätzt. Außerdem gebe es bislang nur eine Handvoll Länder, die zu solchen Angriffen in der Lage seien.

Dagegen spielten inzwischen immer mehr nicht-staatliche Akteure eine Rolle. Auch deswegen sollten sich die Staaten stärker gegen Cyber-Angriffe schützen. Sonst, so Lewis wörtlich, "sehen wir ein paar chaotischen Jahren entgegen".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)