2. Februar 2012 11:24 Uhr

Chomsky und andere Wissenschaftler wenden sich gegen Majestätsbeleidigungs-Gesetz in Thailand

Bis zu 15 Jahre Gefängnis für Majestätsbeleidigung - das geht zu weit. Das findet unter anderen der amerikanische Linguist Noam Chomsky. Er hat zusammen mit mehr als 200 anderen Wissenschaftlern die thailändische Regierung in einem Brief dazu aufgefordert, das sogenannte Lèse-Majesté-Gesetz zu ändern. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

Das Gesetz soll dafür sorgen, dass der Respekt vor König Bhumibol Adulyadej und seiner Familie gewahrt bleibt. Die Kritiker sind aber seit längerem der Meinung, es werde missbraucht, um Oppositionelle mundtot zu machen.

Mit ihrem Brief stellen sich die Wissenschaftler dem Bericht zufolge hinter sieben thailändische Universitätsdozenten. Sie hatten die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ebenfalls dazu aufgefordert, das Gesetz zu reformieren. Die hat aber bereits deutlich gemacht, dass sie das nicht plant.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)