2. Februar 2012 12:53 Uhr

Forscher machen biochemischen Mechanismus für Neubildung von Hirnzellen bei Mäusen aus

Dass sich Nervenzellen im Gehirn neu bilden können, wissen wir seit einigen Jahren. Wie die Bildung dieser Zellen biochemisch beeinflusst werden kann, war bisher unklar. Ein deutsch-französisches Forscherteam konnte nun einen biochemischen Mechanismus ausmachen, der diese Neubildung steuert. Wie die Forscher im Fachmagazin "PLoS ONE" schreiben, wird der Mechanismus über ein bestimmtes Protein geregelt. Das könne sich an die DNA anbinden, die die Erbinformationen in sich trägt. Durch das Anbinden würden die Informationen lesbar und erst dadurch könnten dann neue Nervenzellen enstehen.

Für ihre Studie experimentierten die Biologen mit einjährigen Mäusen. Sie entwickelten für die Tiere einen Lerntest: In einem Labyrinth sollten sie verstecktes Futter finden. Dafür gab es zwei Gruppen: Gesunde Mäuse - sie bestanden den Test problemlos - und eine Zahl von Mäusen, bei denen die Produktion des Proteins gehemmt wurde. Diese Tiere sind nach Angaben der Forscher nahezu vollständig verdummt. Sei das Protein aber wieder aktiviert worden, hätten sie das Futter wieder schnell gefunden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)