3. Februar 2012 16:21 Uhr
Es ist ein erster Erfolg, aber noch kein Durchbruch. Bei der Volkszählung in Rumänien haben sich mehr Menschen dazu bekannt, zur Volksgruppe der Roma zu gehören. Es wurden rund 620.000 Roma gezählt, gut 80.000 mehr als vor zehn Jahren. Menschenrechtler gehen aber davon aus, dass mehr als doppelt so viele Roma in Rumänien leben und sich aus Angst vor gesellschaftlichen Nachteilen nicht 'outen' wollen.
Der Chef des Roma-Dachverbands, David Mark sagte, die Vorurteile der Gesellschaft seien nach wie vor groß. In Umfragen behaupteten Rumänen immer wieder, Roma seien dreckig, faul und zurückgeblieben.
In Rumänien hatten mehrere Roma-Organisationen versucht, Angehörige der Minderheit zu überzeugen, an der Volkszählung teilzunehmen. Sie hatten eine Aufklärungskampagne gestartet - unter anderem im Radio- und Fernsehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)