3. Februar 2012 17:51 Uhr
Die Interpretation ist für Statistiken meist das Entscheidende. Oft liefern die Hintergründe der Datenerhebung noch eine zweite Deutungsmöglichkeit - die manchmal sogar der angebotenen widerspricht. Um darauf immer wieder hinzuweisen, haben Dortmunder Wissenschaftler die Aktion "Unstatistik des Monats" gegründet, in der sie die Interpretation jeweils aktueller Studien hinterfragen.
Zum ersten Beispiel wählten die Forscher den "Armutsbericht 2011" des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Sie erklären: Die Statistik lege nahe, dass im Ruhrgebiet besonders viele Menschen in Armut leben. Eine Analyse der Parameter zeige aber, dass nicht eigentlich die Armut gemessen worden sei: Vielmehr seien Daten über die Ungleichheit der Einkommen zur Grundlage dieser Interpretation genommen worden. Außerdem habe man die Kontrollen unpassend gewählt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)