6. Februar 2012 06:27 Uhr
Auch in der DDR gab es Neonazis. Das belegen nach Angaben von Roland Jahn Unterlagen der Staatssicherheit. Der heutige Chef der Stasi-Unterlagenbehörde sagte der "Frankfurter Rundschau", die Rechtsextremen seien damals genau beobachtet worden - allerdings mit dem Ziel nachzuweisen, dass ihre Gesinnung aus dem Westen kam, vom Klassenfeind also. Jahn meint, die Denkmuster der offiziellen DDR-Propaganda seien denen der Neonazis gar nicht so unähnlich gewesen: Man habe nur die jeweiligen Feindbegriffe austauschen müssen.
Neben seiner heutigen Funktion ist Roland Jahn Journalist. Als solcher hat er sich ausführlich mit dem Thema Rechtsextremismus befasst, auch zu Zeiten der DDR.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)