6. Februar 2012 07:59 Uhr

Feinstaubwerte 2011 zu hoch - trotz Umweltzonen

Es gibt in Deutschland inzwischen mehr als 50 Umweltzonen. Also Bereiche, in denen nur schadstoffarme Autos in die Innenstädte fahren dürfen. Trotzdem war die Luft im vergangenen Jahr zu stark mit Feinstaub und Stickstoffdioxid belastet. Das ergab eine Auswertung von Messdaten der Ländern und des Umweltbundesamtes. Die Werte lagen demnach sogar über dem Niveau der Jahre 2007 bis 2010. Vor allem in Städten und Ballungsräumen seien die Grenzwerte zu häufig überschritten worden.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, betonte jedoch, dass die Luft in großen Teilen Deutschlands eine gute Qualität habe. In Städten müsse aber noch mehr getan werden. Umweltzonen seien nur ein Teil der Lösung, da Feinstaub und Stickstoffoxide auch bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten entstehen würden.

Ein weiterer Faktor sei das Wetter. Bei Hochdruckwetterlagen werde die Luft weniger durchmischt und Schadstoffe sammelten sich in den Städten. Im Jahr 2011 habe es gleich mehrere solcher Wetterlagen gegeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)