6. Februar 2012 08:51 Uhr
Das Gesetz wurde verschoben - die Diskussion aber geht weiter. Vor diesem Hintergrund betrachtet die "Süddeutsche Zeitung" die Argumente beider Seiten des geplanten "Stop Online Piracy Acts". Ein solches Gesetz würde es amerikanischen Behörden ermöglichen, im Kampf gegen Internet-Piraterie viele Webseiten zu sperren - auch außerhalb der USA. Unternehmen wie Wikipedia hatten öffentlich gegen das Vorhaben protestiert.
Befürworter der Regel ist der ehemalige Gun´s n´Roses-Bassist Duff McKagan. Er stellt den Kritikern die Frage, warum eigentlich niemand protestiert habe, als man anfing, ohne Bezahlung Musik im Netz zu nutzen. Jonathan Coulton sieht das anders. Der ehemalige Programmierer verdient heute als Musiker sein Geld. Dennoch hält er die Freiheit des Netzes für eine größere Errungenschaft als die Vergütung von Kunst und schreibt: "Es ist kein Menschenrecht, mit Kunst Geld zu verdienen."
Die "SZ" fordert deshalb kreative Lösungen, die ein freies Internet mit einem ausreichenden Urheberrecht verbinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)