6. Februar 2012 11:38 Uhr
Im Blut von Neugeborenen stecken viele Informationen. Jedem neugeborenen Baby im US-Bundesstaat Minnesota wird deshalb kurz nach der Entbindung Blut abgenommen. Die Proben werden dann routinemäßig auf 53 vererbte oder angeborene Krankheiten untersucht. Wie der Oberste Gerichtshof von Minnesota entschied, ist dieses Verfahren nicht mehr rechtmäßig. Das Fachmagazin "Nature" berichtet, dass deshalb das US-Gesundheitsministerium damit begonnen hat, die gesammelten Blutproben zu zerstören. Laut dem Gerichtsurteil darf das Blut weder aufbewahrt noch untersucht werden, solange die Eltern nicht ihre Zustimmung gegeben haben.
Bisher hatte Minnesota, so wie viele weitere US-Bundesstaaten, das Blut ohne Erlaubnis der Eltern aufbewahrt. Mediziner nutzten die eingefrorenen Proben auch für ihre Forschungen. Wenn die rund eine Million Blutproben aus Minnesota zerstört werden, befürchten die Mediziner, dass sie wichtige Forschungen nicht mehr durchführen können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)