6. Februar 2012 13:00 Uhr
Es reicht von Beleidigungen, über Telefonterror, bis hin zu Morddrohungen. Im Internet haben sich antifeministische Männerrechtsgruppen gebildet, die gegen Feministinnen vorgehen. Hinrich Rosenbrock, Sozialwissenschaftler an der Universität Bochum, hat sich in einer Studie mit der Bewegung beschäftigt. Bei DRadio Wissen sagte Rosenbrock, es gebe darin rund 1.000 aktive Männer in Deutschland - aus unterschiedlichen sozialen Schichten.
Feminismus sei für sie eine Ideologie, die zum Ziel habe, Männer zu hassen und zu unterdrücken. Dagegen wollten sie kämpfen. Ohne das Internet würde es Rosenbrock zufolge die antifeministische Männerbewegung nicht geben. Die Aktivisten profitierten von der Anonymität im Netz. Die Hemmschwelle sei dadurch niedrig. Das führe zu einer Extremisierung der Sprache.
Rosenbrock berichtet, die Antifeministen seien vor allem in öffentlichen Diskussionsforen aktiv und posteten dann so viel, dass sie die Diskussion irgendwann dominierten. Außerdem riefen sie mitunter feministische Bloggerinnen an und drohten mit Mord und der Vergewaltigung ihrer Kinder.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)