6. Februar 2012 13:24 Uhr
Noch im vergangenen Monat hieß es, das Löschen sei gar nicht möglich. Jetzt haben Google und Facebook in Indien doch nachgegeben und Inhalte von ihren Seiten entfernt. Dabei ging es um Bilder, die laut den Klägern religiöse Gefühle verletzten. Ein neues Gesetz in Indien macht es möglich, dass Unternehmen für die Inhalte verantwortlich gemacht werden, die die Nutzer einstellen. Wird etwas beanstandet, haben sie 36 Stunden Zeit, es aus dem Netz zu nehmen. Die indische Regierung hatte den Firmen damit gedroht, ihre Seiten ganz zu sperren, wenn sie nicht kooperierten. Kritiker sehen in dem Gesetz Möglichkeiten zur Zensur.
In dem aktuellen Fall geht es nach Angaben von Google um Inhalte im Videoportal "Youtube" und auf "Blogger.com". Indien gilt als drittgrößter Internetmarkt der Welt, nach China und den USA. Die Nutzerzahlen wachsen schnell.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)