7. Februar 2012 07:50 Uhr
Sie ist in diesen Tagen in aller Munde: die Wortschöpfung "Merkozy". Bezeichnet wird damit die enge Beziehung zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, vor allem in der aktuellen Euro-Krise und dem Umgang mit Griechenland.
Stefan Seidendorf vom deutsch-französischen Institut Ludwigsburg denkt, dass die beiden Spitzenpolitiker mit ihrer gemeinsamen, konservativen Orientierung am Ende ihrer politischen Möglichkeiten angekommen sind. Im Deutschlandfunk sagte er, erfolgreicher in Wirtschaftfragen seien deutsch-französische Kanzlerpaarungen mit unterschiedlicher politischer Richtung gewesen, wie etwa Helmut Kohl und François Mitterrand.
Mit Blick auf die anstehenden Wahlen in Frankreich sagte Seidendorf, die Enge Bindung Deutschlands mit den Konservativen könne zu Problemen führen, sollten die Linken gewinnen. Dann werde es eine Weile dauern, bis eine gemeinsame Linie gefunden sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)