7. Februar 2012 08:23 Uhr
Wir werfen einen Blick ins Herkunftswörterbuch und schauen - passend zum Tagesthema "Milch" -, woher der Begriff "Milchmädchenrechnung" stammt.
Er geht vermutlich auf die Fabel "Das Mädchen und der Milchtopf" zurück, vom französischen Dichter Jean de La Fontaine. Erzählt wird die Geschichte einer Bauersfrau, die einen Topf Milch zum Markt bringt und sich auf dem Weg bereits vorstellt, was mit dem Erlös für die Milch alles machbar wäre, dann aber die Milch verschüttet. Ihre Milchmädchenrechnung ist also nicht aufgegangen. Diese Herkunftserklärung zielt insbesondere auf den Aspekt des Selbstbetruges ab.
Eine andere Erklärung ist die folgende: Als Milch noch in Kannen von Bauernhöfen geholt wurde, sagte man einigen Milchverkäuferinnen nach, die Kannen mit Wasser aufzufüllen, wenn die Milch knapp wurde. Da sie natürlich dennoch die volle Summe als Geldbetrag veranschlagten, entwickelte sich so der Begriff Milchmädchenrechnung. Diese Erklärung betont vor allem den Betrug gegenüber anderen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)