7. Februar 2012 08:25 Uhr

Antisemitismus in Schweden? Journalistin sieht Integration durch "politische Korrektheit"

Darf man offen sagen, dass Integration gescheitert ist? Und dass sich Juden vor eingewanderten Muslimen fürchten? In Schweden wird das Thema totgeschwiegen, meint die Juristin und Chefredakteurin der schwedischen Zeitschrift "Neo", Paulina Neuding.

In einem Artikel für die Zeitung "Die Welt", schreibt sie, besonders problematisch sei die Lage in Schwedens drittgrößter Stadt Malmö. Dort werde Juden geraten, in bestimmten Gegenden ihre Kippa abzunehmen. Auf politischer Ebene werde das Thema aber nicht behandelt: aus Angst, politisch inkorrekt zu sein. Probleme bei der Integration würden verschwiegen oder verharmlost.

Dabei, so schreibt Neuding, sei die Lage der - vor allem muslimischen - Einwanderer prekär: Keine Arbeit, Drogen, Kriminalität. Die Autorin fordert, dass das Thema Integration in Schweden genauso offen wie in Dänemark oder Norwegen diskutiert wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)