7. Februar 2012 14:22 Uhr

ACTA-Bewegung in Polen ist Unzufrieden mit Entscheidungsfindung der Regierung

Der Protest in Polen gegen das Urheberrechtsabkommen ACTA spiegelt die generelle Unzufriedenheit der Bevölkerung wider. Das sagte die polnische Kulturwissenschaftlerin Bozena Chol/uj von der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) im Deutschlandradio Kultur. Der Protest sei zunächst von jungen Internetnutzern ausgegangen. Inzwischen hätten sich aber auch andere Menschen angeschlossen, zum Beispiel ehemalige Anhänger der Solidarnooec-Gewerkschaftsproteste. Sie forderten mehr Mitbestimmung der Bevölkerung.

Die ACTA-Bewegung strebt nach Ansicht von Chol/uj nicht an, eine eigene Partei zu bilden - die Aktivisten wollten nur in die Entscheidungen der Regierung mit einbezogen werden. Mit dem Handelsabkommen ACTA sollen internationale Standards im Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen eingeführt werden. Kritiker sehen die Regelungen als Eingriff in die Grundrechte und in die Freiheit des Internets.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)