8. Februar 2012 06:27 Uhr
Heute vor 125 Jahren, also am 8. Februar 1887, beschloss der amerikanische Kongress, indianisches Reservatsland zu privatisieren. Der so genannte General Allotment Act sah vor, das Reservatsgebiet von Indiandern unter diesen aufzuteilen. Ziel war es, sie für den Lebensstil der weißen Amerikaner zu begeistern - die Indianer sollten aus ihren Grundstücken Farmen machen. Für jedes Familienoberhaupt war demnach ein Areal vorgesehen. Nach 25 Jahren sollten die Gebiete in den Privatbesitz der Indianer übergehen.
In vielen Fällen kam es aber nicht dazu, denn die Indianer verkauften große Teile des zugewiesenen Landes. Teils, wird vermutet, weil sie unerfahren waren im Umgang mit Privatbesitz. Und teils, weil sie mit dem vorgesehenen Lebensstil nicht so viel anfangen konnten und sich in wirtschaftliche Notlagen brachten.
Das Reservatsland verkleinerte sich in diesen Jahren auf ein Drittel der festgesetzten Fläche.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)