8. Februar 2012 06:50 Uhr
Friedrich der Große gilt als der "Preuße" schlechthin, als autoritärer Herrscher, als erfolgreicher Feldherr. Doch der König war auch voller Widersprüche. So sieht es der Geschichtsprofessor Bernd Sösemann, der heute an der "Bucerius Hochschule für Rechtswissenschaften" einen Vortrag über Friedrich hält. 300 Jahre nach dem Geburtstag des Königs weist Sösemann im Gespräch mit DRadio Wissen daraufhin, dass Friedrich der Große sich als Philosoph verstand und darin sehr modern war.
Beim Auswerten von Briefwechseln habe sich gezeigt, dass der König Kontakt zu Wissenschaftlern aller Disziplinen pflegte und dem Gedanken der französischen Aufklärung zugeneigt war. Er habe aber zugleich darauf geachtet, dass diese Gedanken nicht an die Öffentlichkeit kämen, vor allem dann, wenn sie die Religion in Frage stellten. Dadurch habe Friedrich der Große vermeiden wollen, dass die Hierarchie ins Wanken gerate, auf der seine eigene Macht basierte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)