8. Februar 2012 06:54 Uhr
Die Philippinen-Koboldmakis haben eine Geheimsprache, die ihre Feinde nicht verstehen. Die kleine Primatenart im Regenwald Südostasiens kann sich mit extrem hohen Ultraschalllauten verständigen. Das haben Forscher der Humboldt State University in Kalifornien herausgefunden. Demnach erreichen Rufe des Halbaffen Frequenzen von mehr als 70 Kilohertz. Die Hörgrenze des Menschen liegt bei rund 20 Kilohertz.
Das Besondere: Es handelt sich beim Philippinen-Koboldmaki um reine Ultraschalllaute. Damit ist er bisher einzigartig unter den Primaten. Diese Fähigkeit ermöglicht es, sich von Fressfeinden unbemerkt zu verständigen. Durch das gute Gehör können die nachtaktiven Halbaffen außerdem Beutetiere wie Insekten besser aufspüren.
Ultraschallsignale können nur wenige Säugetiere senden und empfangen, darunter sind zum Beispiel Wale, Katzen, Nagetiere und Fledermäuse.
Die Studie ist im Fachmagazin "Biology Letters" nachzulesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)