8. Februar 2012 07:33 Uhr
"In Ägypten gibt es keine Zensur im Internet. Weil die Regierung keine Angst hat." Das hat der deutsch-ägyptische Blogger Philip Rizk dem Deutschlandfunk gesagt. Nur eine Minderheit der Bevölkerung sei wie er im Internet aktiv - daher sei es wichtig, dass Informationen auch anders verbreitet würden. Rizk dokumentiert die andauernden Proteste in Ägypten mit der Kamera. Er dreht bei Demonstrationen und interviewt Menschen, die von Angriffen und Misshandlungen des Militärs berichten. Die Filme zeige man inzwischen nicht mehr nur im Internet, sondern auch auf dem Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo. Außerdem würden die Videos via Bluetooth von Handy zu Handy weitergegeben. Das sei wichtig, da fast jeder Ägypter ein Handy besitze, viele Leute aber keinen Rechner zuhause hätten.
Die Protestierenden fordern, dass die Generäle in Ägypten die Macht abgeben. Nach Rizks Einschätzung wird man nicht so bald aufhören mit dem Demonstrieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)