8. Februar 2012 09:57 Uhr
Zweisprachige Kinder lernen das Sprechen langsamer, dafür bekommen sie andere Fähigkeiten. Die in Studien nachzuweisen, ist allerdings nicht einfach. Zweisprachige Kinder unterscheiden sich oft in vielerlei Hinsicht von Kindern, die mit nur einer Sprache aufwachsen. Sie haben einen anderen kulturellen Hintergrund und kommen oft aus Einwandererfa milien mit geringerem Einkommen und damit sozialem Status. Forscher der York Universität in Toronto schreiben nun im Fachblatt "Child Development", dass sie solche Störfaktoren weitgehend ausschließen konnten.
Sie haben rund 100 Sechsjährige mit einer und zwei Muttersprachen untersucht. Alle Kinder hatten dabei einen ähnlichen sozioökonomischen Status. Das Ergebnis: Die zweisprachigen Kinder konnten sich besser konzentrieren. Auch in manchen Sprachübungen schnitten sie besser ab. Andere Unterschiede wie Kultur und Einwanderungshintergrund spielten offenbar keine Rolle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)