8. Februar 2012 14:56 Uhr

Evolution: Die meisten Meeresfische entwickelten sich im Süßwasser

Flüsse und Seen als "Backup-Reservoir" für das Leben im Meer: Forscher der Universität New York halten ein solches Szenario für denkbar und argumentieren so: Drei Viertel der Meeresfische gehören zur Klasse der Strahlenflosser. Sie haben sich aus einem gemeinsamen Vorgänger entwickelt, der vor rund 300 Millionen Jahren lebte - und zwar keineswegs im Meer, sondern im Süßwasser, also in Seen und Flüssen. Das stellten die Evolutionsbiologen nach der Analyse von Fisch-Fossilien und ihren Stammbaumanalysen fest.

Nach ihren Erkenntnissen nimmt die Evolution damit nicht zum ersten Mal diesen Weg: Auch manche Wale und Delfine hätten sich in Flüssen entwickelt und seien erst später ins Meer umgezogen. Deshalb halten die Forscher es auch für möglich, dass manche Spezies in Zukunft noch einmal diesen Weg - zum Beispiel, wenn im Salzwasser Fischarten ausstürben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)