9. Februar 2012 06:25 Uhr

Studie zum Schmelzen von Gletschern und Eiskappen

Schmelzende Gletscher gelten aus Hauptursache für einen Anstieg des Meeresspiegels. Allerdings haben sie offenbar in den vergangenen Jahren weniger Masse verloren als bisher angenommen. Das berichten US-Wissenschaftler nach einer genauen Untersuchung von Satellitenbildern im Fachmagazin "Nature". Die Forscher werteten Aufnahmen aus den Jahren 2003 bis 2010 aus. Sie untersuchten zunächst Gletscher in Hochgebirgen wie den Alpen und dem Kaukasus. Außerdem werteten sie Bilder des patagonischen Inlandeises und der kanadischen Eiskappen aus. Ergebnis: Diese Gebiete verloren nach Angaben der Wissenschaftler etwa ein Drittel weniger Masse als vermutet. Sie hätten den Meeresspiegel um 0,4 Millimeter pro Jahr ansteigen lassen. Einen größeren Einfluss hatte demnach der Masseverlust der grönländischen und antarktischen Eisschilde: Dadurch stieg der Meeresspiegel pro Jahr um 1,1 Millimeter. In einem Kommentar eines britischen Wissenschaftlers dazu heißt es, der gewählte Zeitraum der Studie sei zwar relativ kurz. Dennoch trage sie dazu bei, den Einfluss der Gletscher auf den Meeresspiegel besser zu verstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)