9. Februar 2012 07:32 Uhr
Und nun noch das Zitat des Tages:
"Wer nicht an das Schöne glaubt, streue Asche auf sein Haupt."
Die Worte stammen von einem der berühmtesten persischen Dichter: Hafes. Geboren wurde er im 14. Jahrhundert in Schiraz im heutigen Iran. Sein eigentlicher Name lautet Muhammad Schams ad-Din, aber weil er schon im Kindesalter den ganzen Koran auswendig konnte, durfte er den Ehrentitel Hafes tragen, der sich schließlich als Rufname durchsetzte. Angefangen hatte der Nationaldichter als Bäcker. Die ersten Gedichte auf seine schöne Muse Schach-e Nabaat steigerten aber nach und nach sein Renomee. In Deutschland wurde Hafes vor allem durch die Nachdichtungen Friedrich Rückerts und natürlich Johann Wolfgang von Goethes bekannt. 2000 wurde Goethe und Hafes in Weimar ein gemeinsames Denkmal gewidmet. Der deutsche Dichterfürst hielt einmal über seinen Kollegen fest: "Und mag die ganze Welt versinken, Hafes mit dir, mit dir allein will ich wetteifern! Lust und Pein sei uns, den Zwillingen, gemein! Wie du zu lieben und zu trinken, das soll mein Stolz, mein Leben sein."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)