9. Februar 2012 15:24 Uhr

Unbekannte Texte des Jenaer Universitätsgründers zeigen frühes Studentenleben

Es ist erstaunlich, was man entdeckt, wenn man richtig aufräumt. In der Forschungsbibliothek Gotha sind jetzt bisher unbekannte Gedichte und Dokumente des neulateinischen Dichters Johann Stigel aufgetaucht. Er war im 16. Jahrhundert Professor für Poesie und Rhetorik und Gründungsrektor der Universität Jena. Wie die Bibliothek mitteilte, wurden die neuen Texte bei der Tiefenerschließung des Handschriften-Bestandes aus der Reformationszeit gefunden. Sie seien vermutlich im 18. Jahrhundert aus Privatbesitz dorthin gelangt.

Unter den entdeckten Dokumenten sind der Bibliothek zufolge offizielle Verlautbarungen Stigels, die einen Einblick in das frühe universitäre Leben gewähren. So habe er Studenten ermahnt, zum Beispiel, sich friedlich zu verhalten regelmäßig die Vorlesungen zu besuchen. Außerdem habe es Erlasse gegen das Tragen von Waffen und unanständiges Tanzen gegeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)