9. Februar 2012 16:52 Uhr

Soziologen: Die Arbeitswelt ist gespalten

In Deutschland ist die Arbeitswelt gespalten - es haben sich zwei Lager gebildet. Das ist das Fazit einer Konferenz des Soziologischen Forschungsinstituts in Göttingen. Volker Wittke, Präsident der Forschungseinrichtung, sagte in der Deutschlandfunk-Sendung "Studiozeit", der Mann als Brötchenverdiener sei eine Sozialfigur, die langsam aussterbe. Das führe dazu, dass sein Gegenstück, die Hausfrau, ebenfalls zu einer aussterbenden Art gehöre. Daraus ergebe sich das Problem, wer sich um die Kinder kümmere.

Kerstin Jürgens, Soziologieprofessorin in Kassel, spricht von einer "Krise der Reproduktion". Sie stellt fest, dass viel mehr Frauen arbeiten, die Männer sich aber nicht mehr als früher im Haushalt engagieren. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja möchte nicht von einer generellen Krise der Reproduktion sprechen. Sie glaubt, nicht in allen gesellschaftlichen Gruppen habe ein Wandel stattgefunden. Wenn Männer einen sicheren Arbeitsplatz und hohen Lohn hätten, funktioniere weiter die traditionelle Arbeitsteilung.

Einen ausführlichen Bericht hören Sie heute Abend zwischen 20.10 und 21.00 Uhr im Deutschlandfunk in der Sendung "Studiozeit".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)