10. Februar 2012 11:03 Uhr

Geografisches Profiling: Wissenschaftler spüren Arten auf wie Polizisten Kriminelle

Sie jagen keine Kriminellen, sondern unerwünschte Pflanzen- und Tierarten. Trotzdem können Wissenschaftler eine Methode der Polizei verwenden: das geografische Profiling. Dabei werden die Tatorte von zusammenhängenden Verbrechen genutzt, um den Wohnort eines Verbrechers zu finden. Nach Angaben von Forschern der Queen Mary Universität in London kann man die Methode auch dazu benutzen, um das Ursprungsgebiet invasiver Arten aufzuspüren. Das sind Pflanzen oder Tiere, die sich in einer Region ansiedeln, in der sie eigentlich nicht vorkommen.

Im Fachmagazin "Ecography" schreiben die Forscher, sie hätten das geografische Profiling mit anderen Methoden zur Beobachtung invasiver Arten verglichen. Das Profiling habe dabei in allen Fällen besser abgeschnitten als übliche Methoden. Das sei vor allem der Fall, wenn sich Arten von mehreren Stellen aus in einer Region gleichzeitig verbreiteten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)