10. Februar 2012 11:54 Uhr

Verkauf künstlicher Schnäbel bewahrt Nashornvögel in Indien vor dem Aussterben

Eine clevere Idee scheint die Nashornvögel in Indien vor dem Aussterben zu bewahren. Anstatt die Originalschnäbel von Nashornvögeln als Kopfschmuck zu tragen, ist es beim indigenen Stamm der Nyishis inzwischen üblich, sie durch künstliche Schnäbel aus Glasfasern zu ersetzen. Das berichtet das Magazin "Scientific American". Seit Jahrhunderten gilt der Schnabel als Symbol der Männlichkeit und Stammeszugehörigkeit - doch der Bestand der Vögel war dadurch enorm bedroht.

Die Idee eines Naturparkaufsehers, künstliche Schnäbel herzustellen, liege nun fast 12 Jahre zurück und scheine erfolgreich zu sein: Die Population der prächtigen Vögel erhole sich. In den Jahren zwischen 2000 und 2007 sei der Bestand in Nordost-Indien von 500 Tieren auf rund 2.000 angestiegen. Eine Folge dessen: Es ziehe auch wieder mehr Touristen in die Lebensräume der Nashornvögel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)