10. Februar 2012 13:20 Uhr

Hintergrund: Was ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz?

Nach Streit über Monate hinweg haben heute die Länder im Bundesrat einer neuen Version des Abfallgesetzes zugestimmt. Der vollständige Name heißt Kreislaufwirtschaftsgesetz. Es besteht seit 15 Jahren. Aber was steht hinter dem Gesetz? Die Idee war, die Wegwerfgesellschaft überflüssig zu machen. Müll sollte möglichst umweltverträglich beseitigt werden. Das heißt, Abfälle sollten als Rohstoff in der Produktion eingesetzt werden - die natürlichen Rohstoffvorkommen so nicht so stark beansprucht werden.

Nach dem neuen Abfallgesetz wird ab 2015 die Pflicht bestehen, Bioabfälle, Papier, Glas und Kunststoff getrennt zu sammeln. Der "gelbe Sack" soll zudem durch die Wertstofftonne ersetzt werden. Darin können dann zum Beispiel auch Elektrogeräte deponiert werden. Das Ziel bis 2020 ist, zwei Drittel aller Abfälle zu recyceln. Auseinandersetzungen gab es vor allem, weil Kommunen und private Abfallfirmen um den Müll konkurrieren. Die Branche macht pro Jahr einen Umsatz von rund 50 Milliarden Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)