10. Februar 2012 13:21 Uhr

China: Virtueller Assistent in Universitätsbibliothek wird zu frech

Eigentlich soll der virtuelle Assistent Xiaotu Studenten der Pekinger Qinghua-Universität beim Ausleihen der Bücher helfen. Mit Xiaotu kann man aber auch Gespräche führen, und dabei wird die Software häufig zu frech. Das findet zumindest die Universitätsleitung. Deshalb kann das Programm laut einem Bericht der Zeitung "Beijing News" in dieser Woche nicht genutzt werden, sein Wortschatz soll von umgangsprachlichen Ausdrücken bereinigt werden. Das Programm verfüge über eine Auto-Lern-Funktion und habe sich seit 2010 über 40.000 neue Sätze und Bedeutungszusammenhänge angeeignet - darunter viele Schimpfworte und Ausdrücke, die nichts mit der Ausleihe von Büchern zu tun hätten. Die Studenten bedauerten die "Gehirnwäsche" des virtuellen Assistenten. Im Internet kursieren zahlreiche Screenshots der unterhaltsamen Chats mit Xiaotu. Seine Fangemeinde umfasst mehr als 4.500 Mitglieder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)