10. Februar 2012 13:51 Uhr
Verfolgt Großbritannien auf den Falkland-Inseln immer noch koloniale Interessen? Nicht im klassischen Sinne, glaubt Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er sagte hier bei DRadio Wissen, der Blick in die Vergangenheit sei bei dem Konflikt mit Argentinien weniger wichtig als der Blick in die Zukunft. Großbritannien wolle sich mit den Inseln vielmehr einen guten Standort erhalten - für mögliche Ölvorkommen oder andere Rohstoffe in der Region, aber auch für die Fischerei, mit der man viel Geld verdienen könne. Zusätzlich versucht Großbritannien laut Mölling aber doch zu demonstrieren, dass es nach wie vor eine Weltmacht ist und überall auf der Erde Stützpunkte hat.
Die Falkland-Inseln sind seit 1833 Zankapfel zwischen Großbritannien und Argentinien. Letzteres hat passend zum 30. Jahrestag des Falkland-Krieges Anfang April seinen Anspruch auf die Inselgruppe untermauert und den Konflikt damit wieder ins Bewusstsein gebracht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)