10. Februar 2012 16:21 Uhr
Die europäische Schuldenkrise kann in eine Legitimitätskrise der EU umschlagen. Das befürchtet eine aktuelle Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie stellt fest: Das Durchregieren der nationalen Regierungen auf europäischer Ebene könne keine Dauerlösung sein. Außerdem dürfe sich die EU nicht nur über ihren wirtschaftlichen Mehrwert definieren. Vielmehr müsse sie sich auch an dem Maß demokratischer Selbstbestimmung messen lassen, das sie ihren Bürgern ermögliche.
Der Schlüssel für eine lebendige Demokratie liegt den Autoren zufolge in einer stärkeren Einbindung der Zivilgesellschaft in politische Entscheidungen. Das könne über eine direkte Bürgerbeteiligung laufen, aber auch über eine Stärkung des Europäischen Parlaments.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)