11. Februar 2012 18:27 Uhr
Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes hat das System für die Besoldung von Professoren in Deutschland kritisiert.
Bernhard Kempen sagte heute im Deutschlandfunk in der Sendung "PISAplus", das System schaffe falsche Anreize. Seit sieben Jahren erhalten Professoren bei einer neuen Stelle ein Viertel weniger Grundgehalt als vor der Reform. Den Rest sollen die Professoren mit Leistungszulagen aufbessern.
Der Präsident des Hochschulverbandes ist der Meinung, das System ließe den Hochschulen zu viel Spielraum. Es sei oft nicht eindeutig, was als Leistung zu verstehen sei. Viele Hochschulen würden auch überhaupt keine Leistungszulagen zahlen. Kempen bezeichnete außerdem viele Leistungsanreize als "Fehl-Anreize" - etwa, wenn die Zahl der Veröffentlichungen oder der Doktoranten zähle. Das sorgt seiner Ansicht nach oft für schlechte Qualität.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)