13. Februar 2012 09:12 Uhr
Olympische Spiele verändern Städte. Das stellt auch der brasilianische Soziologe Michel Misse in einem Interview mit der Fachzeitschrift "Matices" fest. Dem Forscher zufolge investierte die brasilianische Regierung in eine sogenannte Befriedungspolizei vor allem für Favelas, also Armenviertel. Die Spezialpolizei solle langfristig gegen Bandenstrukturen in Rio de Janeiro vorgehen. Misse bewertet die Initiave als positiv. Damit habe es die Regierung geschafft, eine hohe Anzahl an neuen Polizisten einzustellen, um die Gebiete zu besetzen. Das sei nur möglich, da Rio Austragungsort der Olympischen Spiele sein werde.
Allerdings werden dem Soziologen zufolge diese Polizisten nur in den Gebieten eingesetzt, die im Rahmen der Spiele interessant geworden sind. Was nach den Spielen passieren werde, könne er nicht vorhersagen. Er denke aber, dass es möglich sein werde, einige Gebiete zu festigen und dass der Drogenhandel, zumindest in bewaffneten Form, nicht mehr zurückkkehren werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)