13. Februar 2012 10:50 Uhr

Stadt Köln will Opfer von Hexenprozessen rehabilitieren

In Köln könnte heute Buß-Geschichte geschrieben werden. Der Grund: Ein Ausschuss des Kölner Stadtrats beschäftigt sich mit dem Leben und Sterben der Kölner Unternehmerin Katharina Henot. Sie war vor 385 Jahren wegen eines angeblichen Paktes mit dem Teufel und "Schadenszauber" hingerichtet worden. Anders gesagt: Sie soll eine Hexe gewesen sein und wurde deswegen umgebracht.

Der Kölner Stadtrat befasst sich mit dem Thema auf Antrag des ehemaligen Pfarrers Hartmut Hegeler aus Unna. Er setzt sich seit Jahren intensiv mit den Hexenprozessen im 16. und 17. Jahrhundert auseinander. Rund 60.000 Menschen wurden in Europa als Hexen gebrandmarkt und hinegrichtet.

Erklärt sich der Rat zu der Tötung der Unternehmerin Henot, hat er laut dem Ex-Pfarrer eine historische Chance: Dann kann er ein symbolisches Zeichen gegen körperliche und geistige Gewalt setzen. Juristisch können die Urteile nämlich nicht mehr aufgehoben werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)